Datum: 1.12.09

Krankenhaus sucht Stifter

Dr.H.Muschweck, Altlandrat H.Reich, Dr.M.Hitzschke, G.Reichel, Dr.H.-L.Eschenbacher (v.l.n.r.)

Unter dem Dach des Stiftungszentrums „Stifter für Stifter“ hat die Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH eine Stiftung ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist es, die die Gesundheitsversorgung im Landkreis langfristig und gezielt zu fördern.
„Mit der Stiftung Krankenhäuser Nürnberger Land wollen wir alle drei Krankenhausstandorte in Lauf, Altdorf und Hersbruck langfristig fördern“, erläutert Dr. Michael Hitzschke, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH. „Wir wollen unseren Patienten das Maximale an Diagnose und Therapie bieten.“ Hitzschke hofft daher auf die finanzielle Unterstützung von Menschen, denen die Gesundheitsversorgung im Landkreis am Herzen liegt. Denn nicht alles, was eine gute Gesundheitsversorgung ausmacht, ist im engen Korsett der Krankenhausfinanzierung auch zu leisten.

Deshalb macht sich die Stiftung Krankenhäuser Nürnberger Land nun auf die Suche nach Stiftern, die einen finanziellen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten wollen. Mitmachen kann dabei jeder: Mit einmaligen Spenden und kleineren Beträgen als Zustifter, ab einem Betrag von 5.000 Euro mit einer eigenen Stiftung. Vererben ist ebenfalls möglich.

Erster Stifter sucht Nachahmer

Der erste großzügige Stifter wurde bereits gefunden. Mit 100.000 Euro ist ein im Landkreis bekannte Stifter, der ungenannt bleiben will, als Erster eingestiegen. „Er hofft auf Nachahmer“, berichtet Altlandrat Helmut Reich, der sich „der guten Sache“ der Stiftung als Ansprechpartner für alle interessierten Bürger zur Verfügung stellt – ehrenamtlich und in seiner Freizeit. „Aus meiner aktiven Zeit als Landrat weiß ich, wie schwer es ist, wichtige Dinge in Krankenhäusern zu finanzieren.“ Selbstverständlich werden alle Anfragen vertraulich behandelt.

Die Zusammenarbeit mit dem Stiftungszentrum „Stifter für Stifter“ wurde bewusst gesucht. „In diesem Rahmen sind Stiftungen nicht erst ab 50.000 Euro, sondern schon ab 5.000 Euro möglich“, so Hitzschke. Teure Verwaltungskosten wird es nicht geben. So erledigen die beide Stiftungsvorstände, Hitzschke und Dr. Andreas Becke, ebenfalls Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH und stellvertretender Vorstand des Klinikums Nürnberg, die Aufgaben neben ihrer Arbeit.

Stiftung und Fördervereine wollen sich ergänzen

Schon bisher konnten viele teure medizinische Gerät nur mit der finanziellen Unterstützung der Fördervereine der drei Standorte Lauf, Altdorf und Hersbruck angeschafft werden, die es je nach Standort schon bis zu 20 Jahre gibt. Deren Vorsitzende, Dr. Hans-Ludwig Eschenbacher (Lauf), Dr. Herbert Muschweck (Altdorf) und Götz Reichel (Hersbruck) begrüßen die Stiftung.

„Mit der Stiftung können längerfristige und standortübergreifende Projekte gestemmt werden“, sind sie sich einig. Die Vereinsvorsitzenden sehen ihre Aufgaben durch die Stiftung nicht beeinflusst. Sie werden weiterhin Spenden vor Ort sammeln und in die Gesundheitsversorgung der einzelnen Standorte investieren. 

Hitzschke will die über die Stiftung gewonnene Gelder in langfristige Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Landkreis stecken, also in Infrastruktur, Patienteninformation und in die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Auf keinen Fall sollen die Gelder dafür verwendet werden, Defizite der Krankenhäuser Nürnberger Land auszugleichen. „Unsere Hausaufgaben im wirtschaftlichen Bereich müssen wir schon selber machen“, sagt Hitzschke.

Wer stiften, zustiften oder vererben will, kann über Altlandrat Reich oder die Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH in Lauf Kontakt aufnehmen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stifterservice-knl.de, Faltblätter auf Anfrage.