28.1.2026
In der Notaufnahme zählt jede Sekunde. Um Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte bestmöglich auf kritische Situationen vorzubereiten, setzen immer mehr Kliniken auf sogenannte Simulationsmonitore. Diese technischen Trainingssysteme bilden reale Patientensituationen täuschend echt nach und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Qualität und Sicherheit der Notfallversorgung. Das Krankenhaus Lauf soll nun ein solches Gerät erhalten – der Förderverein wirbt dafür um Unterstützung.
Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, EKG oder Atemfrequenz – moderne Simulationsmonitore stellen Vitalparameter wie diese exakt so dar, wie sie auch bei echten Patientinnen und Patienten erscheinen würden. Je nach Szenario können sich diese Werte dynamisch verändern, etwa bei einem Herzinfarkt, einem Schockzustand oder einer schweren Atemnot. Ärztinnen, Ärzte und Rettungskräfte können damit viele Szenarien trainieren, ohne einen echten Patienten zu gefährden, und bereiten sich optimal auf die täglichen Anforderungen gerade in Notfallsituationen vor.
Mehr Sicherheit und bessere Versorgung für Patientinnen und Patienten
„Simulationsmonitore sind ein wichtiger Baustein in der modernen Notfallmedizin“, erklärt Dr. Christian Engelen, Oberarzt und stellvertretender Leiter der Zentralen Notaufnahme im Krankenhaus Lauf. „Der Übungsmonitor sieht aus wie ein echter Patientenmonitor, wird aber nur für die Fort- und Weiterbildung eingesetzt. Wir können mit einem solchen Gerät komplette Behandlungsszenarien durchspielen und kritische Situationen effektiv trainieren. Das dient am Ende ganz klar der Patientensicherheit, weil es nachweislich die Qualität in der Versorgung verbessert.“ Aktuell nutzt das Team von Dr. Engelen ein Leihgerät des Nürnberger Südklinikums, unter anderem für interprofessionelle, monatliche Simulationstrainings. Die Anschaffungskosten für einen eigenen Simulationsmonitor, der auch spontane Trainings ermöglichen würde, liegen bei rund 10.000 Euro. Der Förderverein Krankenhaus Lauf wird den Kauf unterstützen, wirbt aber noch um weitere Spenden. Guido Schmidt, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land, bedankte sich bei einer Vorführung des Simulationsmonitors in der Laufer Notaufnahme im Namen des Hauses bei Schatzmeister Adolf Pohl und dem Vorsitzenden Dr. Martin Seitz für das Engagement.„Wir sind dem Förderverein Krankenhaus Lauf sehr dankbar dafür, dass er uns immer wieder wichtige Anschaffungen ermöglicht. Mit dem Simulationsmonitor wird das Notfall-Training für die Kolleginnen und Kollegen deutlich verbessert, sodass sie im Ernstfall schneller, routinierter und sicherer agieren können – auch spontan. Sie lernen Stresssituationen besser zu bewältigen und im Team zu handeln. Im Training dürfen Fehler passieren – im wahren Leben nicht.“ Guido Schmidt nutzte zudem die Gelegenheit, Adolf Pohl zu gratulieren – er war im Oktober 2025 für seine langjährigen und vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. „Lieber Herr Pohl, auch für unser Haus setzen Sie sich seit vielen Jahren mit Engagement und Herzblut ein. Wenn es ihn gäbe, hätten Sie den Krankenhaus-Lauf-Orden verdient.“
Förderverein Krankenhaus Lauf – Partnerschaft seit über 30 Jahren
Der Förderverein Krankenhaus Lauf ist seit über 30 Jahren ein treuer Partner des Krankenhauses Lauf. Seit 1994 unterstützt er zahlreiche Anschaffungen, um die Patientenversorgung in Lauf zu verbessern. Beispiele sind eine Stressecholiege für eine verbesserte Diagnose von Herzrhythmusstörungen, mobile Ultraschallgeräte für die Innere Medizin oder besondere Geräte zur Bestrahlung von Babys mit Gelbsucht. Neben medizinischen Geräten unterstützt der Verein aber auch Projekte, die den Beschäftigten zugutekommen – Massagesessel für eine gesunde Pause zum Beispiel.
Wer die Anschaffung des Simulationsmonitors für die Zentrale Notaufnahme im Krankenhaus Lauf unterstützen möchte, kann über diese Konten an den Förderverein spenden:
Spar- und Kreditbank: IBAN DE96 760 610 250 000 322 644
Sparkasse Nürnberg: IBAN DE07 760 501 010 240 155 515
Bild 1: Schatzmeister Adolf Pohl (2. v. r.) und der Vorsitzende Dr. Martin Seitz (r.) vom Förderverein Krankenhaus Lauf informieren sich bei Oberarzt Dr. Christian Engelen, dem stellvertretenden Leiter der Zentralen Notaufnahme, über die Funktionstechnik des Simulationsmonitors.
Bild 2: Adolf Pohl (r.) vom Förderverein Krankenhaus Lauf ist auch als Seniorenbeauftragter der Stadt Lauf aktiv. Im Oktober 2025 wurde er für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Guido Schmidt, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land, gratuliert ihm zu diesem Preis.
Foto: Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH